Schreibe kurz – und sie werden es lesen. Schreibe klar – und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft – und sie werden es im Gedächtnis behalten.
— Joseph Pulitzer

In diesem Kapitel geht es darum, die Methodik der Reportagefotografie zu verstehen. Wir zeigen dir, wie wichtig Methoden und Techniken sind, um Geschichten durch Fotografie effektiv zu erzählen.

Die Reportage ist wie ein Rezept, das uns vorgibt, was wir am Ende erreichen wollen. Storytelling hingegen sind die Zutaten, mit denen wir arbeiten, um unsere Bilder lebendig und ausdrucksstark zu machen.

Wir haben diese Methoden nicht erfunden. Es sind erprobte Ansätze, die Fotojournalisten und Journalisten seit Jahrzehnten anwenden, um die Bilder und Worte zu sammeln, die sie brauchen, um ihre Geschichten zu erzählen. Diese Methoden sind wie eine Einkaufsliste, die sicherstellt, dass wir alle Zutaten für eine gelungene Geschichte haben.

Auch wenn du die Freiheit hast, die Geschichten von Anfang bis Ende zu erzählen und zu entscheiden, wie die Bilder präsentiert werden sollen, ist es wichtig, dass du genügend Material sammelst.

Diese Methoden sollen dir einen Rahmen, Anhaltspunkte und Werkzeuge geben, auf die du zurückgreifen kannst, wenn du nicht mehr weiter weißt. Wenn du auf diese einfachen Mittel zurückgreifen kannst, wird es dir leichter fallen, deine Geschichte wiederzufinden und das Material zu sammeln, das du am Ende wirklich brauchst.

In diesem Kapitel stellen wir dir zwei Methoden für die Reportagefotografie vor: die "Drei-plus-Eins”-Methode und die LIFE-Formula.

Die "Drei-plus-Eins”-Methode ist leicht zu merken und eignet sich besonders für kleinere Reportagen. Die LIFE-Formula hingegen ist ideal für größere Projekte und Langzeitreportagen, um das nötige Bildmaterial zusammenzustellen.

Wir hoffen, dass dir dieses Kapitel hilft, die Methoden und Strategien zu verstehen, um qualitativ hochwertige Reportagefotos zu machen und packende Geschichten zu erzählen.